Einer der Filme, die schon vor langer Zeit das Image der Rocker geprägt haben, ist der Film “The Wild Angels”. Peter Fonda und Bruce Dern verkörpern in dem Film die Rocker, die das Recht in die eigenen Hände nehmen.

Die Handlung scheint die heutige Situation der USA zu symbolisieren. Ein Motorrad wird gestohlen und die Gang versucht es zu finden. Dabei kommen ihnen die bösen Mexikaner in die Quere, die sich nicht legal im Lande befinden.

Die böse Polizei verhindert den gerechten Kampf und schießt den guten Rocker von einem geklauten Polizeimotorrad. Die Motorradgang versucht ihn darauf, aus dem Krankenhaus zu befreien, und vergewaltigt nebenbei noch eine Krankenschwester. Bei der Rettungsaktion stirbt der verletzte Rocker und wird von der Gang mit einer Trauerfeier beerdigt, die natürlich in einer Party mit viel Drogen, Sex und Alkohol endet, bis die Polizei die Party beendet. Nur der Held bleibt zurück und stellt sich der Polizei.

Der Film spielt geschickt mit allen Vorurteilen, die zur Verfügung stehen und stilisiert das Leben außerhalb der Gesetze. In den Kritiken wurde der Film wegen seiner Oberflächlichkeit kritisiert, trotzdem unterstellte man ihm, das Lebensgefühl der Jugendlichen in den 60er Jahren widerzuspiegeln.

Der Film war der erste, der die Faszination der Welt der Outlaw-Motorradgruppen in den USA aufgriff und ein schlechtes Bild der Motorradfahrer aufbaute. Peter Fonda war schon damals ein passionierter Motorradfahrer und ist es heute noch. Die Rolle in diesem Film verhalf ihm zu seiner Rolle in “Easy Rider” und er wurde in die Hall of Fame der AMA (American Motorcyclist Association) aufgenommen.

Trotz aller Romantik in diesem Film hat er zu dem negativen Image der Motorradfahrer in der ganzen Welt beigetragen. Zwischendurch schafft der Film zwar, etwas von der Faszination für Motorräder zu vermitteln, aber letztendlich sind sie nur ein Mittel, um eine Randgruppe zu symbolisieren.