Dass Biker nicht immer gewaltbereit sind, beweist eine Biker Vereinigung aus Utah, die B.A.C.A. Vor 20 Jahren wurde die Gruppe gegründet, die sich gegen die Misshandlung von Kindern einsetzt.

Gegründet wurde sie von einem Psychologen, der herausfand, dass sich Kinder von Motorrädern angezogen fühlen. Mittlerweile hat die Gruppe schon über 100 Mitglieder und beschützt Kinder in den amerikanischen Staaten Kalifornien und Utah.

In vielen amerikanischen Städten hat die Organisation Gruppenführer, an die sich Betroffene wenden können. Die Biker wollen den Kindern die Sicherheit geben, ihre Peiniger anklagen zu können. Sie sehen sich nicht als Sprecher oder Berater für die Kinder, ihre bloße Anwesenheit soll den Kindern die Sicherheit geben, dass keiner sich mehr an ihnen vergeht, sonst bekommen diejenigen Probleme.

In Amerika hat der Verein schon bei mehr als 52.000 Fällen von Kindesmissbrauch geholfen und die Fälle werden täglich mehr. In einigen Fällen begleiten sie die Kinder zu den Gerichtsterminen und geben ihnen die Stärke, um gegen ihre Peiniger auszusagen.

In einem anderen Fall haben sie die Kinder eines Heims täglich zur Schule gebracht und wieder abgeholt, da sie von einem Unbekannten bedroht wurden. In anderen Fällen haben sie schon die Häuser von Kindern rund um die Uhr bewacht, weil der gewalttätige Vater die Familie bedrohte.

Schon oft haben sie die Fahrzeuge von missbrauchten Familien beschützt. Dabei fahren sie vor dem Auto und hinter dem Auto her und begleiten die Familien zu ihren Terminen. Das Image der bösen Biker gibt den Betroffenen Vertrauen, auch in kritischen Situationen. Häufig bekommen die Kinder sogar die Biker-Westen der Organisation, die sie in schwierigen Situationen tragen können und sich damit als Teil der Motorrad-Gang fühlen können.

In den Vereinigten Staaten hat die Organisation schon für viele positive Nachrichten gesorgt. Besonders bei Anwälten und Müttern sind sie beliebt, ihre pure Anwesenheit verbreitet Vertrauen bei den Betroffenen.